Knacknuss Nr. 1: ein voller Arbeitsalltag statt «Musenkuss»
Das grösste Hindernis für kreatives Texten im Alltag ist meist der Alltag selbst. Wer hat schon tagelang Zeit zu warten, bis einen die Muse küsst? Stattdessen warten Meetings, Deadlines und das Tagesgeschäft. Aber die gute Nachricht ist: Man kann der Muse und der Kreativität auf die Sprünge helfen. Auch im vollgepackten Arbeitsalltag. Überraschenderweise braucht es dafür nicht «endlose Freiheit», sondern ein paar Spielregeln und Struktur. Wie das genau aussieht, ist sehr individuell. Doch es lohnt sich, dieser Frage nachzugehen.
Ihr Nussknacker: Finden Sie heraus, unter welchen Bedingungen und zu welchen Zeiten Sie in Ihrem Arbeitsalltag kreativ texten können. Ein paar Tipps für kreativen Raum aus unseren Teams:
- Typ «Lerche»: Die besten Ideen kommen früh am Morgen? Also jeweils die ersten 30 Minuten des Tages blockieren.
- «Kaffeemaschinen-Brainstorming»: Während der Kaffee aus der Maschine läuft, drei neue Ideen entwickeln – jeden Tag (Gewohnheit siegt; geht auch im Team).
- Clever portionieren: nicht den gesamten Text heute schreiben, sondern in einer kurzen Session Ideen brainstormen, aufschreiben, beiseitelegen. Morgen die nächste «Portion».
- Outlook schliessen: und wenn es für 30 Minuten ist.
Knacknuss Nr. 2: vielfältige Vorgaben statt «luftleerer Raum»
J. R. R. Tolkien konnte sich Mittelerde selbst schaffen, als er die Geschichte von «Der Herr der Ringe» aufschrieb. Doch dieses Privileg, eine eigene Welt zu kreieren, haben die wenigsten von uns. Wir arbeiten nicht im «luftleeren Raum». Gerade im Unternehmensalltag prägen Guidelines, Richtlinien und Vorgaben den Alltag – und haben in den meisten Fällen auch Einfluss aufs kreative Wirken.
Während die einen Märkte oder Branchen reglementierter sind, gibt es andernorts mehr Spielraum. Doch Vorgaben sind nicht nur einschränkend, sondern sie schaffen auch einen klaren Rahmen – und so ein Rahmen kann Kreativität kanalisieren. Der Trick ist, die Rahmenbedingungen schlau zu nutzen. Dafür muss man allerdings erst genau wissen, woran es sich zu halten gilt.
Ihr Nussknacker: Klarheit gewinnt – und ermöglicht gezielte Kreativität. Bevor Sie überhaupt an Ihren Text denken, machen Sie sich vertraut mit:
- Corporate Language und Markenwelt,
- dem Briefing,
- gesetzlichen/regulatorischen Vorgaben, wenn vorhanden.
Auf dieser Basis bauen Sie dann auf.
Vorgaben kreativ nutzen: Beispiel
Das Corporate-Language-Handbuch Ihres Unternehmens definiert, dass Sie nicht von «Seniorinnen und Senioren», sondern von «Best Agern» sprechen. Voilà, damit ist bereits eine Spur für Dynamik, Aufbruch und Genuss gelegt (ganz ohne «Marketing-Sprech», dafür mit kreativem Storytelling). Jetzt können Sie Ihre Protagonistinnen und Protagonisten auf dem E-Bike durch den Wald schicken – die Couch in der heimischen Stube wird nur gebraucht, um das Bild zu brechen. Warum sollte ein Best Ager dort hocken?
Knacknuss Nr. 3: Wo ist denn jetzt dieser Geistesblitz?
Wenn ich nur eine richtig gute Idee hätte … der Zwillingsbruder vom Musenkuss heisst Geistesblitz. Er ist jeweils sehr willkommen – doch leider gibt es ihn nicht auf Bestellung. Ist fürs kreative Texten alles verloren, wenn der Geistesblitz auf sich warten lässt?
Nein, das ist es nicht. Denn in kreativen Texten steckt mindestens so viel Handwerk wie «Eingebung». Das ist wie bei wie bei Bildhauerinnen und Bildhauern, die auch den Umgang mit dem Werkzeug beherrschen muss. Darum lohnt es sich einerseits, in Schreibtechniken zu investieren (eigenhändig und KI-unterstützt). Andererseits hilft es aber auch, sich in Kreativität zu üben.
Ihr Nussknacker: Entdecken Sie heute drei neue Kreativitätstechniken – spielerisch! Denn Kreativität ist auch Übungs- und Methodensache. Das gilt nicht nur für kreative Texte.
Ein Beispiel: die «unerwartete Einladung». Stellen Sie sich vor, Sie laden eine völlig unerwartete Person, Figur oder Kraft an Ihr Pult ein und Sie lassen sie Ihr Thema kommentieren: Was würde diese Figur sagen?
Checkliste: 10 Tipps – auch für den internationalen Kontext und KI
Drei Nussknacker für die drei grössten Knacknüsse – damit haben Sie gute Startbedingungen für kreatives Texten. Doch damit nicht genug: Unsere Checkliste fasst zehn konkrete Tipps zusammen, mit denen kreatives Texten im Unternehmensalltag Schritt für Schritt gelingt. Vom ersten Gedanken bis zur Veröffentlichung – inklusive internationalem Kontext und KI-Prompts.
Diese Themen könnten Sie auch noch interessieren:
Haben Sie Fragen oder sind Sie an einer Zusammenarbeit interessiert?
Möchten Sie regelmässig über neue Kundenprojekte und News zu Apostroph informiert werden?
In unserem Newsletter überraschen wir Sie mit ebenso informativen wie unterhaltsamen Artikeln. Wir würden uns freuen, auch Sie im Kreis unserer 20 000 Newsletter-Followerinnen und -Follower zu begrüssen.