Der Maschine einen Schritt Voraus mit Post-Editing

Der Begriff Post-Editing fällt immer häufiger in der Branche. Die Arbeit mit der Maschine hat jedoch auch ihre Tücken. Daher möchten wir euch einige Tipps aufzeigen, die euch die Arbeit mit Neural Machine Translation (NMT) erleichtern.

Mensch und Maschine.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Zu Beginn möchten wir euch ans Herz legen, ganz offen gegenüber NMT zu sein. Wir verstehen, dass das Thema mit vielen Ängsten und Vorurteilen verbunden ist. Auch hier bei Apostroph gab es Skeptiker. Doch ihr profitiert stark davon, euch umfänglich mit dem Thema auseinanderzusetzen, Workshops zu besuchen und vor allem Post-Editing selbst auszuprobieren

Einige von uns erinnern sich vielleicht noch an die Schulzeit, als Mathe und Physik für viele Linguisten so ziemlich die unbeliebtesten Fächer waren. Man stempelt ein Fach als nutzlos oder zu schwer ab und entwickelt eine starke Abneigung. Lasst Post-Editing nicht zu eurem «Hassfach» werden, sondern gebt der Maschine eine Chance. Sie könnte euer Übersetzerdasein tatsächlich bereichern.

 

Zwei Paar Schuhe – Post-Editing light und full

Wisst ihr, welche Dienstleistungen die Apostroph Group zum Thema Machine Translation anbieten? Das sollte euch klar sein, bevor ihr euch mit dem Post-Editing befasst. Meistens werden bei euch Post-Editing light und Post-Editing full angefragt. 

Beim Post-Editing light werden nur lexikalische und syntaktische Fehler korrigiert. Ein Post-Editing light wird durchgeführt, wenn die Übersetzung zum groben Verständnis dient und der Text nicht bis ins letzte Detail perfektioniert werden muss. So wird es dem Kunden auch kommuniziert. Dieses Wissen kann euch dabei helfen, die Bearbeitung des Texts am richtigen Punkt abzuschliessen, ohne Angst zu haben, dass ihr euren Namen für ein Produkt hergebt, das in euren Augen «nicht gut genug» ist. 

Beim Post-Editing full hingegen müsst ihr neben lexikalischen und grammatikalischen Fehlern auch auf die passende Terminologie, den richtigen Stil sowie den Styleguide der Kundschaft achten. Die fertige Übersetzung muss einwandfrei sein, so als hätte es keine Maschine gegeben. Die grosse Kunst hierbei ist, sich trotzdem ein Stück weit zurückzunehmen und dem Text nicht einfach den eigenen stilistischen Stempel aufzudrücken. Maschinell übersetzte Abschnitte, die gut genug sind, sollte man auch so stehen lassen. Selbst wenn man sie noch schöner formulieren könnte.

Bei beiden Dienstleistungen solltet ihr unbedingt auch auf «False Fluency» Acht geben: Ein Satz kann grammatikalisch vollkommen korrekt sein und sich total flüssig lesen. Und doch ergibt er bei genauerem Hinschauen inhaltlich keinen Sinn oder gibt zumindest nicht das wieder, was Ausgangssatz steht. Aber keine Sorge, mit der Zeit werdet ihr ein gutes Auge hierfür entwickeln.

 

Euer Gehirn erbringt kognitive Höchstleistungen

Post-Editing braucht viel Konzentration, unter anderem wegen der oben beschriebenen «False Fluency». Daher solltet ihr beim Arbeiten regelmässige kurze Pausen einplanen und die Übersetzung, wenn möglich, für eine kurze Zeit zur Seite legen. Ihr könnt beispielsweise die Pomodoro-Technik anwenden, bei der ihr euch 25 Minuten lang der Übersetzung widmet, dann 5 Minuten Pause macht, und dann erneut daran weiterarbeitet. Dazu gibt es auch passende Apps für das Handy. Snacks solltet ihr dabei auch nicht vergessen. Wenn das Gehirn Höchstleistungen erbringt, möchte es auch gefüttert werden.

 

Prozesse verstehen hilft dabei die Maschine zu verstehen

Führt euch immer wieder vor Augen, dass hinter NMT «nur» eine Maschine steckt, die mithilfe von Algorithmen und riesigen Datenmengen (Millionen von Satzpaaren) lernt. Diese Lernmuster wendet sie dann für jeden Satz einzeln an. Es gibt aktuell noch keine neuronale maschinelle Übersetzung in kommerzieller Nutzung, die auf Dokumentbasis übersetzt. Das ist laut Experten jedoch nur eine Frage von Zeit und Geld. Das Fazit hier ist: Wenn ihr die Prozesse hinter maschineller Übersetzung kennt, versteht ihr besser, wieso die Maschine gewisse Fehler macht, und ihr werdet diese schneller erkennen können.

Wir hoffen, dass dieser Beitrag ein bisschen Licht ins Dunkle gebracht hat und hoffen, dass wir euch motivieren konnten, euer Glück mit Post-Editing zu versuchen. Gern könnt ihr auch eure bereits gemachten Erfahrungen mit uns teilen. Wir freuen uns über Rückmeldungen in den Kommentaren oder an freelance@apostrophgroup.ch.

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