Pizza oder Flammkuchen? Ferien oder Urlaub?

Im Weltall herrscht weitgehend Ruhe – solange es nur eins davon gibt. Doch was, wenn ein Gedankenexperiment mehrere vorsieht? Dann weicht man besser auf ein anderes Wort aus, denn es gibt zwar Universen, aber keine Weltalle, und es gibt Ruhe, aber keine Ruhen. – Ja, manche Pluralbildungen haben es in sich! Das fängt bereits im Alltag an, etwa beim Essen: Bestellen Sie für sich und Ihre Familie Pizzen oder Pizzas, dann können Sie immerhin selbst wählen und sind (hoffentlich!) mit beiden gut bedient. Und wenn Sie sich nicht entscheiden können – wie wär’s mit Flammkuchen? Weltgewandt, wie Sie sind, wissen Sie bestimmt auch, dass Globusse eher seltsam fremde Transportmittel sind als Weltkugeln, die korrekterweise als «Globen» in den Studierzimmern stehen. Bei den Publikümmern kommen Sie dann aber zu Recht ins Grübeln – denn ein Theater oder ein Konzert soll ja eben gerade nicht kümmerlich sein. Die richtige Wortwahl wäre hier «Publika».

Und dann gibt es Wörter, bei denen wir froh sind, dass es sie im Singular gar nicht gibt, sogenannte Pluraliatantum (nein, nein, die Pluraliatanten gehören ins Reich der Fantasie): Ferien zum Beispiel. Gut, werden Sie sagen, hier könnte man auf «Urlaub» ausweichen – aber wer will das schon: Ferien im Singular? Sowieso, ausweichen geht häufig, wenn man unsicher ist bezüglich einer schwierigen Wortform. Gerade in gehobener Gesellschaft – wo zwar kaum über Putzmittel gesprochen wird, aber vielleicht ja doch – kommt es zum Beispiel vermutlich besser, wenn Sie sich über die Qualität Ihrer Flaumer auslassen statt über jene Ihrer Wischmöppse.

Auf uns können Sie sich verlassen: Wir von Apostroph bewegen uns für Sie sicher auf dem blank gewienerten Parkett der Sprache und kommen auch bei komplizierten Wortformen nicht ins Schlingern.